Geschlechtskrankheiten.de - Aktuelles

GESCHLECHTSKRANKHEITEN – AKTUELLES

Aktuelle Informationen über sexuell übertragbare Krankheiten beim Mann und bei der Frau

Geschlechtskrankheiten auf dem Vormarsch

In Deutschland hat die Zahl der Infektionen mit Geschlechtskrankheiten in den letzten Jahren tendenziell wieder zugenommen. Insbesondere mit den sexuell übertragbaren Krankheiten Chlamydien, Syphilis, Gonorrhoe, Herpes genitalis und HPV stecken sich die Deutschen – oftmals bei sexuellen Abenteuern im Urlaub – wieder häufiger an.
Die in Deutschland am weitesten verbreitete sexuell übertragbare Krankheit stellen die Chlamydien mit rund 100.000 Neuinfektionen im Jahr dar. Die Infektion verläuft häufig ohne spürbare Krankheitszeichen und bleibt deshalb oft unentdeckt und unbehandelt. Eine unbehandelte Chlamydien-Infektion kann aber zu Fruchtbarkeitsstörungen bis hin zur Unfruchtbarkeit führen.
Mit HPV (Humanen Papillomviren) und Herpes genitalis infizieren sich jedes Jahr etwa 80.000 Deutsche neu. Eine HPV-Infektion kann Feigwarzen und auch Krebserkrankungen wie Gebärmutterhalskrebs, Peniskrebs oder Analkrebs auslösen. Seit einigen Jahren gibt es eine Schutzimpfung gegen HPV, die aber derzeit nur von etwa 30 Prozent der jungen Frauen in Deutschland genutzt wird.
Auch bei Gonorrhoe, Syphilis und HIV war in den letzten Jahren wieder eine Zunahme der Neuinfektionen zu verzeichnen. So stecken sich jedes Jahr etwa 16.000 Menschen neu mit Gonorrhoe, im Volksmund auch Tripper genannt, an, während bei Syphilis jährlich rund 4.600 (und damit 22 Prozent mehr) und bei HIV jährlich rund 3.000 neue Fälle gezählt werden.
Als Gründe für den Anstieg der Ansteckungen mit Geschlechtskrankheiten nennen Experten unter anderem eine Banalisierung von sexuell übertragbaren Krankheiten in der Bevölkerung, die einen zu sorglosen und leichtfertigen Umgang mit der Gefahr einer Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten – insbesondere im Urlaub – zur Folge hat. Viele Menschen nehmen sexuell übertragbare Krankheiten nämlich aufgrund der zur Verfügung stehenden Therapien nicht mehr als Gefahr wahr.
Ein weiterer möglicher Grund für den Anstieg von sexuell übertragbaren Krankheiten ist, dass die Menschen heute älter werden und auch länger sexuell aktiv sind. Deutschlands Dermatologen warnen nun vor der Zunahme von Geschlechtskrankheiten und fordern eine bessere Aufklärung der Bevölkerung, etwa in den Schulen und im Arzt-Patienten-Gespräch beim Dermatologen, Gynäkologen, Urologen und Hausarzt.

Quelle: http://www.n-tv.de

Mediziner fordern Ausweitung der Meldepflicht für Geschlechtskrankheiten

Derzeit besteht in Deutschland nur für die sexuell übertragbaren Krankheiten HIV und Syphilis eine Meldepflicht. Mediziner fordern nun, dass die Melde- und Dokumentationspflicht für Geschlechtskrankheiten auch auf Chlamydien und Gonorrhoe ausgeweitet wird. Ziel ist es, durch bundesweite, anonymisierte Daten zu den Infektionen und Resistenzen, einen Überblick über die Situation in Deutschland zu bekommen.
Der Grund für die Forderung nach einer Ausweitung der Meldepflicht ist, dass in den letzten Jahren eine auffällige Zunahme der Neuinfektionen mit Chlamydien und Gonorrhoe zu beobachten war und vermehrt multiresistente Keime aufgetaucht sind, gegen die selbst hochdosierte Antibiotika an Wirkung verlieren. So infizieren sich Schätzungen zufolge inzwischen jährlich rund 100.000 Menschen neu mit Chlamydien, während die Zahl der Neuinfektionen mit Gonokokken, den bakteriellen Erregern der Gonorrhoe, im Volksmund auch Tripper genannt, auf etwa 16.000 gestiegen ist.
Eine Chlamydien-Infektion kann Symptome wie Juckreiz, Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen sowie einen eitrigen Ausfluss im Genitalbereich verursachen. Bei etwa 80 Prozent der infizierten Frauen und 50 Prozent der infizierten Männer treten allerdings gar keine oder nur geringfügige Beschwerden auf, weshalb die Infektion oftmals nicht entdeckt wird und unbehandelt bleibt. Bleibt eine Chlamydien-Infektion unbehandelt, können Langzeitschäden wie Fruchtbarkeitsstörungen und Unfruchtbarkeit sowie Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaften die Folge sein.
Für die Gonorrhoe bestand bis zur Einführung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) im Jahr 2001 eine Meldepflicht. Gonorrhoe bzw. Tripper wird durch bakterielle Erreger namens Gonokokken ausgelöst und ist extrem ansteckend. Auch eine unbehandelte Infektion mit Gonokokken kann sowohl bei Männern, als auch bei Frauen zu schweren Entzündungen der Geschlechtsorgane und Harnwege sowie zur Unfruchtbarkeit führen.

Quelle: http://www.n-tv.de

Anstieg der Syphilis-Fälle in Deutschland

Nachdem die Zahl der Syphilis-Erkrankungen zwischen 2004 und 2008 bundesweit etwa gleich geblieben und in 2009 und 2010 sogar gesunken war, zählte das Robert-Koch-Institut (RKI) im Jahr 2011 in Deutschland 3689 neue Fälle von Syphilis. Im Vergleich zum Vorjahr 2010, in dem 3033 Syphilis-Fälle gemeldet wurden, ist dies ein Anstieg der Syphilis-Neuinfektionen um 22 Prozent. Die Infektionszahlen haben damit wieder das Niveau von 1986 erreicht und stellen mit einer Inzidenz von jährlich 4,5 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner die höchste Inzidenz seit Einführung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) im Jahr 2001 dar.
Auch in diesem Jahr scheint sich der Trend zu mehr Syphilis-Erkrankungen fortzusetzen. So wurden in den ersten Monaten in 2012 bereits wieder mehr Syphilis-Fälle als in den Jahren zuvor gemeldet. Die genauen Gründe für diese Entwicklung sind bislang unklar. Spekulationen zufolge könnte ein geändertes, sorgloseres sexuelles Verhalten mit vermehrten ungeschützten Kontakten für den Anstieg der Syphilis-Fälle in Deutschland verantwortlich sein. Dies müsste jedoch noch durch Verhaltensstudien bestätigt werden. Ein weiterer möglicher Grund für den Anstieg der Syphilis-Zahlen ist, dass inzwischen öfter getestet wird.
Von Syphilis sind mehrheitlich homosexuelle Männer betroffen. So traten Recherchen des Robert-Koch-Instituts zufolge im Jahr 2011 83,9 Prozent der Syphilis-Infektionen bei Männern, die Sex mit Männern (MSM) haben, auf. Aber auch unter heterosexuellen Männern und Frauen war ein Anstieg der Syphilis-Fälle zu verzeichnen. Die Zahlen der Syphilis-Erkrankungen schnellten dabei vor allem in den Großstädten mit den größten MSM-Communities hoch und lagen dort weit über dem Bundesdurchschnitt von 4,5 Neuerkrankungen je 100.000 Einwohner. So wurden etwa im Jahr 2011 in Köln 24 Neuerkrankungen je 100.000 Einwohner gezählt. In Frankfurt a.M. waren es 21, in Berlin 18, in München 17,3 und in Hamburg 13,3 Neuerkrankungen.
Der Anstieg der Syphilis-Fälle ist vor allem deshalb besorgniserregend, da bei an Syphilis-Erkrankten auch das Risiko einer Ansteckung mit HIV oder anderen Geschlechtskrankheiten höher ist. Die Syphilis-Bakterien schädigen nämlich die Schleimhaut und ermöglichen so dem HIV-Erreger oder anderen Erregern ein leichteres Eindringen. Experten empfehlen deshalb Menschen mit häufig wechselnden Partnern, sich ein- bis zweimal pro Jahr mit einem Bluttest auf Syphilis und auch andere sexuell übertragbare Krankheiten testen zu lassen. Wird Syphilis früh diagnostiziert und behandelt, ist zumeist auch die Therapie erfolgreich.

Quelle: http://www.n-tv.de

Mediziner fordern Meldepflicht für Tripper und Chlamydien

In Europa und in den Vereinigten Staaten war in den letzten Jahren ein auffälliger Anstieg der Zahl der Infektionen mit Gonokokken, den Erregern der Geschlechtskrankheit Gonorrhoe, auch Tripper genannt, und Chlamydien zu beobachten. So gab es Schätzungen zufolge im Jahr 2011 rund 80.000 neue Chlamydien-Fälle und etwa 10.000 neue Tripper-Fälle. Genaue Zahlen, wie viele Menschen unter Tripper oder Chlamydien leiden, gibt es aber nur bedingt, da eine Infektion mit Gonokokken oder Chlamydien, im Gegensatz zu einer HIV- oder Syphilis-Infektion, in Deutschland derzeit nicht meldepflichtig ist.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO und Mediziner schlagen nun Alarm, weil vermehrt multiresistente Keime auftauchen, gegen die selbst hoch dosierte Antibiotika nur noch bedingt eine Wirkung zeigen. Ärzte und Infektionsexperten in Deutschland fordern deshalb, dass künftig nicht nur für HIV und Syphilis, sondern auch für Gonokokken und Chlamydien eine Melde- und Dokumentationspflicht besteht. Bundesweite, anonymisierte Daten zur Infektion sowie zu den Resistenzen seien wichtig, um einen Überblick über die Situation in Deutschland zu bekommen.
Die Chlamydien-Infektion gehört weltweit zu den häufigsten durch Geschlechtsverkehr übertragenen Krankheiten. Sowohl Männer als auch Frauen können sich mit Chlamydien infizieren. Kommt es zu einer Übertragung der Erreger, befallen die Chlamydien die Geschlechtsorgane, wo sie zu schweren Entzündungen führen können. Etwa 80 Prozent der infizierten Frauen und 50 Prozent der infizierten Männer, haben keine oder nur geringfügige Beschwerden, so dass die Chlamydien-Infektion häufig unerkannt und unbehandelt bleibt und unwissentlich an den Sexualpartner weitergegeben wird. Mögliche Langzeitfolgen einer unbehandelten Chlamydien-Infektion sind Unfruchtbarkeit, Entzündungen oder Eileiter- und Bauchhöhlenschwangerschaften.
Tripper gehört ebenfalls zu den am häufigsten vorkommenden Geschlechtskrankheiten der Welt. Die durch Gonokokken ausgelöste bakterielle Infektionskrankheit ist extrem ansteckend und kann neben den Schleimhäuten der Harnwege und Geschlechtsorgane auch die Augenbindehaut, den Rachen und den Enddarm befallen. Bis zur Einführung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) im Jahr 2001 bestand in Deutschland eine Meldepflicht für Tripper.

Quelle: http://www.n-tv.de

Forscher entdecken antibiotikaresistenten Tripper-Erreger

Kürzlich haben Forscher einen für die Geschlechtskrankheit Tripper (Gonorrhoe) verantwortlichen Gonokokkenstamm entdeckt, der gegen alle derzeit bei Tripper verwendeten Antibiotika resistent ist. Der neu entdeckte Erreger trägt den Namen H041 und ist gegen alle Cephalosporine resistent, die bisher den Tripper leicht bekämpfen konnten. Der neu entdeckte Gonokokkenstamm, der bisher nur in Japan isoliert wurde, könnte sich innerhalb von 10 bis 20 Jahren über die ganze Welt verbreiten, wenn nicht zügig wirksame Medikamente gegen ihn entwickelt werden.

Quelle: http://www.aerztezeitung.de

Zahl der Chlamydien-Infektionen in Europa steigt

Laut eines Berichts des 2005 gegründeten European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) war in den letzten Jahren zwischen 1990 und 2009 in allen europäischen Ländern ein auffälliger Anstieg bei der Zahl der Chlamydien-Infektionen zu beobachten. So wurden im Jahr 2009 343.958 Infektionen nachgewiesen. Pro Jahr erkranken 217 von 100.000 Frauen und 152 von 100.000 Männern neu an einer Chlamydien-Infektion, wobei 75 Prozent der Infektionen bei sexuell aktiven Menschen unter 25 festgestellt werden.

Quelle: http://ecdc.europa.eu

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