Bakterielle Vaginose: Symptome

Bakterielle Vaginose: Symptome

Symptome einer bakteriellen Vaginose

Eine bakterielle Vaginose äußert sich nicht bei allen Frauen auf die gleiche Art und Weise. Es gibt aber einige Symptome, die charakteristisch für eine bakterielle Vaginose sind. Hierzu gehören insbesondere ein vermehrter Scheidenausfluss (Fluor vaginalis) und ein unangenehmer, meist fischartiger Intimgeruch.

So klagt etwa die Hälfte der Frauen, die von einer bakteriellen Vaginose betroffen sind, über einen verstärkten, dünnflüssigen, manchmal auch schaumigen Scheidenausfluss. Dieser zeichnet sich durch eine grau-weißliche bis gelbliche Farbe aus und hat meist einen unangenehmen, fischartigen, manchmal auch süßlichen Geruch. In einigen Fällen tritt der unangenehme Fischgeruch auch ohne den begleitenden Ausfluss auf. Andere Frauen wiederum berichten von einem vermehrten Ausfluss, während jedoch der fischige Geruch fehlt.

Vor allem der fischartige Intimgeruch wird von den betroffenen Frauen als sehr belastend und unangenehm empfunden. Er hat nichts mit mangelnder Intimhygiene zu tun, sondern entsteht vielmehr dadurch, dass die ursächlichen Erreger der bakteriellen Vaginose bestimmte Proteine zu sogenannten Aminen abbauen.

Weiterhin ist ein erhöhter pH-Wert der Scheidenflora charakteristisch für eine bakterielle Vaginose. Aufgrund der Abnahme der milchsäureproduzierenden Laktobazillen steigt dieser bei einer bakteriellen Vaginose auf einen Wert von ca. 5 an.

Beschwerden wie Juckreiz, Brennen, Rötungen und Hautreizungen im äußeren Scheidenbereich sind eher untypisch für eine bakterielle Vaginose, können aber in seltenen Fällen auch vorkommen. Darüber hinaus sind auch Symptome wie leicht stechende Schmerzen und Probleme beim Geschlechtsverkehr oder Wasserlassen möglich.

 

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Symptomlose bakterielle Vaginose

Liegt bei einer Frau eine bakterielle Vaginose vor, so muss diese nicht zwangsläufig Beschwerden verursachen. Bei etwa 40 bis 50 Prozent der betroffenen Frauen verläuft die bakterielle Vaginose asymptomatisch. Die Patientinnen sind also trotz der übermäßigen Besiedelung der Scheide mit pathogenen Keimen wie Gardnerella vaginalis und dem daraus resultierenden Ungleichgewicht der Scheidenflora (Vaginalflora) beschwerdefrei.

Symptome einer bakteriellen Vaginose bei Männern

Die für eine bakterielle Vaginose verantwortlichen Bakterien, allen voran die Bakterienart Gardnerella vaginalis, können beim Geschlechtsverkehr auch auf Männer übertragen werden. Bei diesen verursachen die pathogenen Keime aber in der Regel keine Beschwerden. Die Entstehung einer zumeist milden aber kurzanhaltenden Eichelentzündung (Balanoposthitis) ist aber möglich.

Bakterielle Vaginose in der Schwangerschaft

Bei schwangeren Frauen kann eine bakterielle Vaginose zu verschiedenen Komplikationen führen. So haben Schwangere, die an einer bakteriellen Vaginose erkrankt sind, ein erhöhtes Risiko, vorzeitige Wehen, einen vorzeitigen Fruchtblasensprung oder eine Frühgeburt zu erleiden. Darüber hinaus kann es während der Schwangerschaft zu einer Infektion der Embryonalhülle (Amnionitis)kommen. Ursächlich für diese möglichen Komplikationen während der Schwangerschaft sind verschiedene biochemische Reaktionen zwischen dem Fötus und der Gebärmutter, die durch die bakterielle Vaginose ausgelöst werden.

Nach der Entbindung können aufgrund der bakteriellen Vaginose weitere Komplikationen auftreten. Hierzu gehören unter anderem Entzündungen und ein verzögerter Heilungsprozess eines Dammschnitts, ein Bauchdeckenabszess nach einem Kaiserschnitt und eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut (Endometritis). Eine bakterielle Vaginose sollte daher während einer Schwangerschaft stets ärztlich behandelt werden.

Mögliche Komplikationen einer bakteriellen Vaginose

Auch bei nichtschwangeren Frauen kann eine bakterielle Vaginose verschiedene Komplikationen zur Folge haben. So erhöht eine bakterielle Vaginose das Risiko, an einer gynäkologischen Entzündung zu erkranken. Hierzu gehören insbesondere die Entzündung der Schleimhaut des Gebärmutterhalses (Zervizitis), die Entzündung der Gebärmutterschleimhaut (Endometritis), die Eileiterentzündung (Salpingitis), die Entzündung des äußeren weiblichen Genitalbereiches und des Scheideneingangs (Vulvitis) und die Entzündung der Bartholin-Drüsen (Bartholinitis).

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