Bakterielle Vaginose - Therapie

Bakterielle Vaginose: Therapie

Behandlung einer bakteriellen Vaginose

Der Nachweis der Bakterienart Gardnerella vaginalis oder anderer anerober Bakterien in der Scheidenflora macht alleine noch keine Behandlung erforderlich. Erst wenn die betroffene Frau unter Beschwerden wie vermehrtem Ausfluss und dem typischen Fischgeruch im Intimbereich leidet und die Diagnose „bakterielle Vaginose“ gesichert ist, sollte eine Therapie durchgeführt werden.

Eine bakterielle Vaginose ist zwar kein schweres Krankheitsbild. Sie sollte beim Vorliegen von Symptomen aber dennoch immer behandelt werden, da sie für die betroffenen Frauen sehr unangenehm ist und mitunter auch ernsthafte Erkrankungen wie Entzündungen der Schleimhaut des Gebärmutterhalses (Zervizitis), der Gebärmutterschleimhaut (Endometritis), der Eileiter (Salpingitis) oder des Scheideneingangs (Vulvitis) nach sich ziehen kann.

Die Behandlung einer bakteriellen Vaginose erfolgt in der Regel medikamentös mit Antibiotika. Daneben können auch Präparate, die Milchsäurebakterien enthalten, eingesetzt werden, die das bei einer bakteriellen Vaginose vorliegende Ungleichgewicht der Scheidenflora (Vaginalflora) positiv beeinflussen.

Behandlung einer bakteriellen Vaginose mit Antibiotika

Die Gabe von Antibiotika stellt den Goldstandard in der medikamentösen Therapie der bakteriellen Vaginose dar. Vor allem das Antibiotikum Metronidazol hat sich dabei als sehr erfolgreich erwiesen, da es besonders gut gegen anaerobe Bakterien wirkt. Daneben stehen auch andere Wirkstoffe zur Verfügung. Hierzu gehören unter anderem Clindamyzin, Amoxicillin oder Nifuratel.

Die Verabreichung der Antibiotika kann entweder oral in Form von Tabletten (Metronidazol) oder intravaginal in Form von Vaginalzäpfchen oder Vaginaltabletten erfolgen. Zudem ist auch eine topische Behandlung mit einer antibiotischen Vaginalcreme (Metronidazol, Clindamycin) möglich. Wie lange und wie intensiv die bakterielle Vaginose mit den genannten antibiotischen Mitteln behandelt wird, hängt von der Schwere der Erkrankung und der Regenerationsfähigkeit der Scheidenflora ab.

Behandlung einer bakteriellen Vaginose in der Schwangerschaft

Bei schwangeren Frauen sollte eine bakterielle Vaginose auch dann behandelt werden, wenn keine Symptome vorliegen. Ohne Behandlung besteht nämlich ein erhöhtes Risiko, dass betroffene Frauen vorzeitige Wehen, einen vorzeitigen Fruchtblasensprung oder eine Frühgeburt erleiden. Die Behandlung der bakteriellen Vaginose erfolgt bei schwangeren Frauen genauso wie bei Nichtschwangeren, und zwar mittels oraler oder intravaginaler Gabe von Metronidazol oder Clindamycin.

Behandlung der bakteriellen Vaginose mit Milchsäurepräparaten

Als Alternative zur Behandlung mit Antibiotika sind bei einer bakteriellen Vaginose auch lokale Behandlungen mit milchsäurehaltigen Präparaten sowie Vaginalzäpfchen, die Milchsäurebakterien (Laktobazillen) oder Ascorbinsäure (Vitamin C) enthalten, möglich. Die Behandlung mit Milchsäure-, Laktobazillus- und Ascorbinsäurepräparaten, die mittlerweile rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind, dient dem Wiederaufbau des natürlichen Scheidenmilieus.

Sie gelingt aber weder so schnell noch so gründlich wie die Behandlung der bakteriellen Vaginose mit Antibiotika. Aus diesem Grund werden Milchsäure-, Laktobazillus- und Ascorbinsäurepräparaten hauptsächlich nach einer Behandlung mit Antibiotika zur Unterstützung der erreichten Heilung und zur Vorbeugung eines erneuten Auftretens der bakteriellen Vaginose eingesetzt.

 

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Prognose bei einer bakteriellen Vaginose

Frauen, die unter den typischen Symptomen einer bakteriellen Vaginose leiden, sollten diese in jedem Fall ärztlich abklären und behandeln lassen. Eine unbehandelte bakterielle Vaginose erhöht nämlich das Risiko, an Eileiter-, Gebärmutter- oder anderen gynäkologischen Entzündungen zu erkranken. Wird eine bakterielle Vaginose medikamentös mit Antibiotika behandelt, ist die Prognose insgesamt gut.

Meist heilt die bakterielle Vaginose unter der Gabe von Antibiotika innerhalb einer Woche aus. So ist die normale Scheidenflora nach der oralen Verabreichung von Metronidazol nach einer Woche wieder hergestellt und 80 Prozent der Patientinnen sind geheilt. Ähnlich gute Ergebnisse werden mit der intravaginalen Gabe von Metronidazol erzielt.

Allerdings ist die Rückfallquote nach einer erfolgreichen Behandlung mit 60 bis 70 Prozent recht hoch. Eine gleichzeitige Behandlung der Partner von betroffenen Frauen kann gegebenenfalls Rückfälle verhindern. Zudem können nach der erfolgreichen Behandlung einer bakteriellen Vaginose vorbeugend Milchsäure-, Laktobazillus- und Ascorbinsäurepräparate eingesetzt werden, um das natürliche Gleichgewicht der Scheidenflora aufrechtzuerhalten.

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