Dellwarzen - Erkennen, therapieren und vorbeugen

Dellwarzen (Mollusken)

Mollusken – auch Dellwarzen oder Mollusca contagiosa genannt – sind hochansteckende, aber gutartige Hautveränderungen, die einzeln oder in Gruppen überall am Körper auftreten können. Bevorzugt befallen Mollusken dabei den Genitalbereich, den Bauch, den Rumpf, die Arme und die Beine. Aber auch der Hals, das Gesicht, die Augenlieder und die Achseln sind häufig von Mollusken betroffen. Verursacht werden die stecknadelkopf- bis erbsengroßen, weißlich-gelblichen bis hellroten, kreisrunden, perlenähnlichen Knötchen, die eine glänzende Oberfläche haben und in der Mitte nach innen gewölbt sind, durch eine Infektion der Haut mit dem zu den Pockenviren gehörenden Molluscum-contagiosum-Virus (MCV), dem sie auch ihren Namen verdanken.

Dellwarzen
Dellwarzen um die Achsel eines Kindes

Die Übertragung des weltweit verbreiteten Molluscum-contagiosum-Virus (MCV) erfolgt in der Regel durch eine Schmierinfektion. Neben dem indirekten Kontakt, beispielsweise durch die gemeinsame Benutzung von Handtüchern oder Kleidung, spielt dabei vor allem der direkte Körperkontakt, insbesondere der Geschlechtsverkehr, eine ursächliche Rolle bei der Ansteckung mit den Mollusken verursachenden Viren. Mollusken treten daher sehr häufig bei jungen Erwachsenen – meist zwischen dem 20. und 29. Lebensjahr – auf und werden deshalb zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen (STDs: sexually transmitted diseases) gezählt.

Informationen zum Thema „Dellwarzen“

Ursachen
Symptome
Diagnose
Therapie

Ursachen einer Dellwarzen-Infektion

Ursächlicher Erreger der Dellwarzen ist das sogenannte Molluscum-contagiosum-Virus (MCV). Dieses zur Familie der Pockenviren gehörende Virus wird in der Regel durch eine Schmierinfektion übertragen. In den meisten Fällen geschieht diese Schmierinfektion durch direkten Körperkontakt, vor allem beim Geschlechtsverkehr.

Doch auch Übertragungen des Molluscum-contagiosum-Virus durch indirekten Kontakt, etwa durch die gemeinsame Benutzung von Handtüchern oder Kleidung, sind möglich.Steckt man sich mit dem Dellwarzen-Erreger an, dringt dieser durch kleine Defekte in die oberste Hautschicht ein, vermehrt sich dort und verursacht die typischen gutartigen Hautwucherungen. Durch das Aufkratzen einer Dellwarze können die ursächlichen Viren, die in hoher Konzentration in der breiigen Masse im Inneren der Dellwarze enthalten sind, auch auf andere Hautbereiche und Körperstellen verteilt werden und dort zu weiteren Dellwarzen führen.Das Risiko nach einem Kontakt mit dem Molluscum-contagiosum-Virus Dellwarzen zu entwickeln hängt vom allgemeinen Gesundheitszustand und den Hautverhältnissen der jeweiligen Person ab. So sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem ? darunter beispielsweise HIV-infizierte Menschen oder Menschen mit Tumorerkrankungen ? wesentlich stärker gefährdet als gesunde Menschen. Und auch Hauterkrankungen wie etwa Neurodermitis begünstigen die Entstehung von Dellwarzen, da die Viren dann einfacher in die Haut eindringen können.

Symptome einer Dellwarzen-Infektion

Nach der Ansteckung mit dem ursächlichen Molluscum-contagiosum-Virus vergehen etwa zwei bis sieben Wochen, oft auch mehrere Monate, bis die ersten Dellwarzen entstehen. Da die Übertragung des Virus bei Erwachsenen meist über Geschlechtsverkehr geschieht, treten die Dellwarzen häufig im Genitalbereich, am Unterbauch sowie an den Oberschenkeln auf.

Doch auch andere Körperregion können von Dellwarzen betroffen sein. Hierzu gehören insbesondere der Rumpf, die Arme, die Beine, die Achseln und das Gesäß. Und auch der Hals, der Nacken, das Gesicht und die Augenlieder können von Dellwarzen befallen werden. Beschwerden verursachen die Dellwarzen in der Regel nicht. Nur manchmal kommt es vor, dass Betroffene über einen starken Juckreiz klagen.

Bei den Dellwarzen selbst handelt es sich um weißlich-gelbliche, hellrote oder hautfarbene, kreisrunde, perlenähnliche Knötchen mit einer glänzenden Oberfläche, die in der Mitte nach innen gewölbt sind. Dieser charakteristischen Delle in der Mitte verdanken die Dellwarzen auch ihren Namen. Dellwarzen werden in der Regel stecknadel- bis erbsengroß (ein bis fünf Millimeter). Bei Menschen, die unter einer Immunerkrankung leiden, können sie aber auch einen Durchmesser von bis zu drei Zentimetern haben.

Dellwarzen können sowohl einzeln als auch in Gruppen auftreten. Im Innern der Dellwarze befindet sich eine breiige weiße Masse, die hohe Konzentrationen der ursächlichen Viren enthält. Drückt oder kratzt man eine Dellwarze auf, können die Viren daher auf andere Hautbereiche und Körperstellen verteilt werden, was dann zu mehreren, nebeneinander oder in einer Linie angeordneten Dellwarzen führen kann.

Diagnose einer Dellwarzen-Infektion

Dellwarzen lassen sich aufgrund ihres charakteristischen Erscheinungsbildes meist recht schnell und einfach durch eine sogenannte Blickdiagnose identifizieren. Der Arzt – in der Regel der Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten – untersucht dabei die betroffenen Hautstellen und diagnostiziert die Dellwarzen anhand ihres typischen Aussehens und der Delle in der Mitte.
Da Dellwarzen in seltenen Fällen ? vor allem wenn sie sich noch im Anfangsstadium befinden ? mit anderen Hauterkrankungen wie etwa Genitalwarzen oder Dornwarzen verwechselt werden können, kann mitunter auch eine histologische Untersuchung notwendig werden. Hierbei entnimmt der Arzt mittels einer Biopsie unter örtlicher Betäubung eine Gewebeprobe und untersucht diese anschließend unter dem Mikroskop. In Zweifelsfällen kann der Arzt so ausschließen, dass es sich um andere Warzenformen oder gar bösartige Veränderungen der Haut handelt, und die Diagnose Dellwarzen eindeutig absichern.

Therapie einer Dellwarzen-Infektion

Dellwarzen bilden sich, sofern sie nur vereinzelt auftreten und der Betroffene über eine funktionierende Immunabwehr verfügt, oft nach sechs bis neun Monaten von alleine zurück. Eine Behandlung der Dellwarzen ist also nicht unbedingt notwendig. Um eine Verbreitung der Dellwarzen auf andere Körperregionen oder andere Personen zu verhindern, sollten sie aber mit mit Pflastern abgeklebt und auf keinen Fall aufgekratzt werden.

Heilen die Dellwarzen nicht nach einigen Monaten von alleine ab, stehen mit der chirurgischen Entfernung, der Kyrotherapie und der örtlichen Behandlung mit Lösungen oder Cremes verschiedene Behandlungsverfahren zur Verfügung. Bei der chirurgischen Entfernung werden die Dellwarzen unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose mit einem sogenannten scharfen Löffel (Kürettage) oder einer speziellen Pinzette abgetragen. Die Kyrotherapie besteht darin, die Dellwarzen mit flüssigem Stickstoff zu vereisen. Und bei der örtlichen Behandlung mit Lösungen oder Cremes werden verschiedene Mittel in Form von Salben, Cremes, Gels oder speziellen Lösungen auf die gesamte von Dellwarzen befallene Haut bzw. auf die einzelnen Dellwarzen aufgetragen. Alternativ zu diesen Behandlungsmethoden kann auch eine Laserentfernung der Dellwarzen oder die Gabe von Medikamenten gegen Viren in Frage kommen.

Prognose und Heilungsaussichten der Dellwarzen (Mollusken)

Die Heilungsaussichten sind bei Dellwarzen in der Regel sehr gut. So bilden sich die Dellwarzen bei einem gesunden Menschen mit einer funktionierenden Immunabwehr in der Regel innerhalb von sechs bis neun Monaten von alleine zurück. In einigen Fällen können die Dellwarzen aber auch mehrere Jahre bestehen bleiben, wenn sie unbehandelt bleiben. Bei Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem, sehr trockener Haut oder Hauterkrankungen wie etwa Neurodermitis ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Dellwarzen sich nicht von alleine zurückbilden, sondern vielmehr weiter ausbreiten, besonders groß. Sie sollten sich also auf jeden Fall einer Behandlung unterziehen. Allerdings können die Dellwarzen sowohl nach einer Spontanheilung, als auch nach einer erfolgreichen Behandlung jederzeit neu auftreten.

Diese Website benutzen Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Akzeptieren