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Hepatitis B

Was ist eine Hepatitis-B und wie häufig kommt sie vor?

iStock_000015451493XSmallDer Begriff Hepatitis leitet sich aus den griechischen Wörtern hepar (= Leber) und -itis (= entzündliche Erkrankung) ab. Bei Hepatitis handelt es sich also um eine Entzündung der Leber, die eine Schädigung der Leberzellen und damit eine Beeinträchtigung der Leberfunktionen zur Folge haben kann. Ausgelöst wird eine solche Leberentzündung in den meisten Fällen durch einen der fünf Virentypen Hepatitis-A-Virus (HAV), Hepatitis-B-Virus (HBV), Hepatitis-C-Virus (HCV), Hepatitis-D-Virus (HDV) oder Hepatitis-E-Virus (HEV). Je nachdem welcher Virus der Auslöser ist, bezeichnet man die entstehende Leberentzündung als Hepatitis A, B, C, D oder E.

Während Hepatitis A und E vorwiegend über Schmierinfektionen übertragen werden, erfolgt die Infektion mit Hepatitis C meist auf dem Blutweg. Hepatitis B dagegen wird vorrangig durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen, weshalb diese Art der Leberentzündung auch zu den sexuell übertragbaren Krankheiten (STDs: sexually transmitted diseases) gezählt wird. Hepatitis D wird wie Hepatitis B meist sexuell übertragen, kommt aber nur bei Menschen vor, die bereits mit Hepatitis B infiziert sind. Zu den Beschwerden, die spätestens 6 Monate nach einer Ansteckung mit Hepatitis B auftreten, gehören unter anderem Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, Durchfall, Appetitlosigkeit und Gelbsucht.

Etwa zwei Milliarden Menschen weltweit – als etwa ein Drittel der Weltbevölkerung – waren bereits einmal mit dem Hepatitis-B-Virus infiziert. Geschätzte 350 Millionen Menschen – also etwa 5 Prozent der Weltbevölkerung – sind chronisch an Hepatitis B erkrankt. Hepatitis B ist somit eine der am häufigsten auftretenden Infektionskrankheiten überhaupt. In Deutschland leiden etwa 400.000 bis 500.000 Menschen an chronischer Hepatitis B; weitere 50.000 Menschen stecken sich jedes Jahr neu mit Hepatits B an. Wird der Hepatitis-B-Virus bei einem Patienten nachgewiesen, besteht in Deutschland laut Infektionsschutzgesetz die namentliche Meldepflicht.

Informationen zum Thema „Hepatitis-B“

Ursachen
Symptome
Diagnose
Therapie

Ursachen einer Hepatitis-B-Infektion

iStock_000010236275XSmallErreger einer Hepatitis-B-Infektion

Bei dem ursächlichen Erreger – dem Hepatitis-B-Virus (HBV) – handelt es sich um einen hoch ansteckenden, partiell doppelsträngigen DNA-Virus aus der Familie der Hepadnaviridae.

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Symptome einer Hepatitis-B-Infektion

love couple bedBei Hepatitis B wird zwischen einer akuten und einer chronischen Erkrankung unterschieden. Die ersten Symptome der akuten Hepatitis B treten etwa 1 bis 6 Monate nach der Ansteckung mit dem Hepatitis-B-Virus in Form von Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit,

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Diagnose einer Hepatitis-B-Infektion

iStock_000018916029XSmallDie Diagnose von Hepatitis B erfolgt durch eine Blutuntersuchung. Dabei wird der Hepatitis-B-Virus entweder direkt durch das Vorhandensein von Virusbestandteilen wie HBV-Antigenen oder Virus-DNA oder indirekt durch das Vorhandensein von Antikörpern gegen das Hepatitis-B-Virus nachgewiesen.

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Therapie einer Hepatitis-B-Infektion

iStock_000022112961XSmallDie Behandlung der akuten Hepatitis B zielt in der Regel lediglich auf eine Linderung der Symptome und nicht auf eine Bekämpfung des Hepatitis-B-Virus selbst ab. Als Maßnahmen empfiehlt der Arzt hier meist Bettruhe, körperliche Schonung sowie den Verzicht auf Alkohol und leberbelastende Medikamente.

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