Latex-Kondom || Spezialthema Kondome

Latex Kondom

Was ist ein Latex-Kondom?

Die meisten Kondome werden heutzutage aus Latex – auch Naturkautschuk genannt – gefertigt. Bei diesem Material handelt es sich um ein Naturprodukt, das überwiegend aus dem in Asien und Südamerika wachsenden Kautschukbaum gewonnen wird. Zur Gewinnung des Naturkautschuks wird die Baumrinde mit einem scharfen Messer auf einer Länge von etwa 10 Zentimetern angeritzt, um die als Latex oder Milchsaft bezeichnete dicklich-milchige Flüssigkeit des Kautschukbaums freizusetzen und in einem Behälter aufzufangen.

Das flüssige Latex wird anschließend im Rahmen verschiedener technisch sehr aufwendiger Verfahren aufbereitet, weiterverarbeitet und haltbar gemacht, ehe daraus die hauchdünnen, dehnbaren und extrem belastbaren Latex-Kondome gefertigt werden. Durch ein chemisch-technisches Verfahren namens Vulkanisation werden die gefertigten Latex-Kondome schließlich dauerhaft dehnbar, widerstandsfähig und haltbar gemacht.

Wie lange ist ein Latex-Kondom haltbar?

Ein Latex-Kondom ist nicht ewig haltbar, da es trotz Vulkanisation mit der Zeit altern, austrocknen und brüchig werden kann. Im Allgemeinen wird für Latex-Kondome eine Haltbarkeit von 4 Jahren angegeben. Dies gilt aber nur, wenn die Latex-Kondome richtig aufbewahrt werden, um sie vor Beschädigungen und extremen Kälte- oder Wärmeeinflüssen zu schützen.

Ältere Latex-Kondome, bei denen das Haltbarkeitsdatum auf der Verpackung abgelaufen ist, sowie Latex-Kondome, die falsch gelagert wurden (beispielsweise in der Nähe von Heizkörpern oder im Rucksack oder Geldbeutel) bieten keinen sicheren Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten und ungewollten Schwangerschaften mehr, und sollten daher nicht mehr verwendet werden.

Welche Qualitätskriterien gelten für ein Latex-Kondom?

Jedes Latex-Kondom wird von der Deutschen Latex Forschungs- und Entwicklungsgemeinschaft (DLF) einer Reihe von unabhängigen, technischen Prüfungen unterzogen, um zu gewährleisten, dass es tatsächlich sicher vor Geschlechtskrankheiten und ungewollten Schwangerschaften schützt. Hierzu gehören der Dichtheitstext, der Aufblastext, der Dehnungstext und der Test auf mikrobiologische Reinheit. Erst wenn das Latex-Kondom diese Prüfungen bestanden hat, erhält es das DLF-Qualitätssiegel, das auf der Verpackung zu finden ist.

Wie dick ist ein Latex-Kondom?

Latex-Kondome bestehen in der Regel aus einer etwa 0,06 Millimeter dünnen, kaum spürbaren Latexhaut. Sie sind aber auch in dickeren und dünneren Wandstärken erhältlich. Dickere Latex-Kondome haben meist eine Wandstärke von etwa 0,1 Millimetern und eignen sich besonders für Analverkehr. Sie sind besonders reißfest und ermöglichen so ein noch größeres Sicherheitsgefühl beim Geschlechtsverkehr. Dünnere Latex-Kondome haben eine Wandstärke von weniger als 0,06 Millimeter und eignen sich speziell für den vaginalen Geschlechtsverkehr. Aufgrund ihrer extrem dünnen Latexhaut sind sie beim Geschlechtsverkehr kaum spürbar und werden daher auch als „gefühlsechte“ Kondome verkauft.

Was sollten Sie bei einem Latex-Kondom beachten?

Fetthaltige Substanzen wie Massageöle, Vaseline, Lotionen und andere fetthaltige Gleitmittel greifen das Latex-Kondom an, so dass es porös werden und leicht reißen kann. Das gleiche gilt für viele Zäpfchen, Cremes und Salben, die zur Behandlung von Erkrankungen im Genitalbereich eingesetzt werden. Verzichten Sie daher beim Geschlechtsverkehr mit einem Latex-Kondom auf fetthaltige Gleitmittel und verwenden Sie besser wasserlösliche oder fettfreie Gleitmittel, die speziell für Latex-Kondome geeignet sind. Lesen Sie sich außerdem immer die Packungsbeilage von Zäpfchen und Salben genau durch.

Was tun, wenn Sie auf Latex-Kondome allergisch reagieren?

Einige Menschen reagieren auf den Hautkontakt mit dem in Latex-Kondomen enthaltenen Naturkautschuk allergisch. Dies äußert sich beispielsweise durch Symptome wie Juckreiz, Brennen und Hautrötungen. Als Alternative zum Latex-Kondom gibt es für diese Menschen auch latexfreie Kondome, die aus dem Kunststoff Polyurethan oder Polyethylen hergestellt werden und ebenso sicher vor Geschlechtskrankheiten schützen. Der Vorteil dieser Kondome ist, dass sie dünner und geruchlos sind. Außerdem können Sie, anders als Latex-Kondome, auch in Kombination mit fetthaltigen Gleitmitteln und Spermiziden verwendet werden. Der Nachteil ist, dass sie deutlich teurer als Latex-Kondome sind.

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