Trichomonaden - Erkennen, therapieren und vorbeugen

Trichomonaden

Was sind Trichomonaden und wie häufig kommen sie vor?

iStock_000015451493XSmallDie Infektion mit Trichomonaden – auch Trichomoniasis genannt – ist eine weltweit vorkommende Infektionskrankheit, die zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen (STDs: sexually transmitted diseases) gehört, da die Ansteckung meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr geschieht. Ausgelöst wird die Trichomonaden-Infektion durch den Parasiten Trichomonas vaginalis – ein einzelliges Geißeltierchen, das zu den sogenannten Protozoen (Urtierchen) gehört. Kommt es zu einer Infektion mit Trichomonaden, treten meist Entzündungen der Schleimhäute an den Geschlechtsorganen und Harnwegen auf.

Weltweit infizieren sich laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich rund 170 Millionen Menschen mit Trichomonaden. Die Trichomonaden-Infektion ist somit eine der am häufigsten vorkommenden Geschlechtskrankheiten. Männer sind dabei jedoch wesentlich seltener von Trichomonaden betroffen als Frauen, die mit 120 Millionen Fällen pro Jahr etwa 70 Prozent der Neuinfektionen mit Trichomonaden ausmachen. In Deutschland ist die Infektion mit Trichomonaden nicht meldepflichtig.

Informationen zum Thema „Trichomonaden“

Ursachen
Symptome
Diagnose
Therapie

Ursachen einer Trichomonaden-Infektion

Erreger einer Trichomonaden-Infektion

Young attractive happy couple in bedroomUrsächlicher Erreger der Infektion mit Trichomonaden ist ein Parasit namens Trichomonas vaginalis. Dieses etwa 25 µm lange und 15 µm breite, einzellige Geißeltierchen mit peitschenartigen Auswüchsen siedelt sich vorwiegend in den Geschlechtsorganen des Menschen, insbesondere der Vagina der Frau, an. Da die Trichomonaden verursachenden Parasiten eine möglichst feuchte Umgebung sowie einen mäßig sauren oder neutralen pH-Wert bevorzugen, können sie vor allem in der Scheide und der Harnröhre der Frau lange überleben. Bei Männern tritt der Trichomonaden-Erreger hauptsächlich in den Harnwegen und der Prostata auf, weshalb er manchmal auch als Trichomonas urogenitalis bezeichnet wird.

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Symptome einer Trichomonaden-Infektion

iStock_000018411905XSmallVom Zeitpunkt der Ansteckung mit dem Trichomonaden-Erreger bis zum Auftreten der ersten Symptome vergehen bei PatientInnen in der Regel ein bis drei Wochen. Dann kommt es zu eitrigen Entzündungen der Schleimhäute an den Geschlechtsorganen und Harnwegen, die meist mit einem Juckreiz und Brennen im Genitalbereich sowie einem unangenehm riechenden Ausfluss einhergehen. Insbesondere Frauen sind von diesen charakteristischen Symptomen einer Infektion mit Trichomonaden betroffen.

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Diagnose einer Trichomonaden-Infektion

Medical Records & StethoscopeBeim Verdacht auf eine Infektion mit Trichomonaden, sollten Betroffene unbedingt einen Arzt aufsuchen. Zuständig hierfür ist in der Regel der Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten oder der Urologe bzw. Gynäkologe, der dann zunächst eine urologische bzw. gynäkologische Untersuchung durchführt. Die Verdachtsdiagnose einer Infektion mit Trichomonaden kann dabei oft bereits anhand der charakteristischen Symptome gestellt werden.

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Therapie einer Trichomonaden-Infektion

iStock_000017561537XSmallEine Infektion mit Trichomonaden wird meist mit speziellen Antibiotika behandelt. Zur Auswahl stehen hierbei unter anderem die Medikamente Metronidazol, Ornidazol, Tinidazol und Nimarazol. Diese nimmt man in der Regel über einen Zeitraum von einer Woche in Tablettenform ein. Um erneute gegenseitige Ansteckungen mit Trichomonaden zu verhindern, ist es zum einen wichtig, dass sich auch Partner mit behandeln lassen. Zum anderen sollte während der Trichomonaden-Therapie auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden. Mithilfe eines Kontroll-Abstriches wird nach Abschluss der Antibiotika-Therapie nochmals überprüft, ob die Trichomonaden-Therapie auch erfolgreich war.

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