Ureaplasma urealyticum

Was ist eine Ureaplasma urealyticum-Infektion und wie häufig kommt sie vor?

iStock_000007476595XSmallBei der Ureaplasma-Infektion handelt es sich um eine hoch ansteckende und häufig auftretende sexuell übertragbare Erkrankung (STD: sexually transmitted disease), die durch das zur Familie der Mykoplasmen gehörende Bakterium Ureaplasma urealyticum verursacht wird. Die Ansteckung mit Ureaplasma urealyticum erfolgt in den meisten Fällen durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Jedoch sind auch Ansteckungen über das Blut, den Speichel oder sogar die Atmung möglich, weshalb die Ureaplasma-Infektion nicht zu den Geschlechtskrankheiten im klassischen Sinne gezählt wird. Infektionen mit Ureaplasma urealyticum können sowohl bei Männern als auch bei Frauen vorkommen. So infizieren sich Schätzungen zufolge etwa 70 Prozent aller sexuell aktiven Männer und Frauen mindestens einmal im Leben mit Ureaplasma urealyticum.

Da eine Ureaplasma-Infektion oftmals keinerlei Symptome verursacht, bleibt die Infektion häufig lange unbemerkt und unbehandelt. Eine solche unbehandelte Infektion mit Ureaplasma urealyticum kann bei Männern zu einer Harnröhrenentzündung (Urethritis) führen, die sich unter anderem durch Schmerzen beim Urinieren, Unterleibsschmerzen und ungewöhnlichen Ausfluss äußert. Diese durch Ureaplasma urealyticum verursachte Harnröhrenentzündung kann sich beim Mann auf die Blase, die Prostata, die Hoden und die Nieren ausbreiten und im schlimmsten Fall zur Unfruchtbarkeit führen.

Eine Infektion mit Ureaplasma urealyticum verläuft bei Frauen häufig ohne Symptome und bleibt deshalb oftmals lange Zeit unbemerkt und unbehandelt. Treten doch Symptome auf, sind dies meist Rötungen und Entzündungen im Genitalbereich, Schmerzen beim Urinieren, ein ungewöhnlicher Ausfluss und Unterleibsschmerzen. Eine unbehandelte Ureaplasma-Infektion kann bei Frauen zu einer Genitaltraktinfektion führen, bei der die ursächlichen Bakterien den unteren weiblichen Genitaltrakt besiedeln. Dies kann bei Frauen im schlimmsten Fall Unfruchtbarkeit zur Folge haben. Darüber hinaus kann eine Ureaplasma-Infektion bei schwangeren Frauen zu Komplikationen wie Früh- oder Totgeburten führen.

Informationen zum Thema „Ureaplasma urealyticum“

Ursachen
Symptome
Diagnose
Therapie

Ursachen einer Ureaplasma urealyticum-Infektion

Erreger einer Ureaplasma urealyticum-Infektion

Young attractive happy couple in bedroomUrsächlicher Erreger der Ureaplasma-Infektion ist das Bakterium Ureaplasma urealyticum. Dabei handelt es sich um ein winziges, nur etwa 0,1 bis 0,6 Mikrometer (µm) großes Bakterium, das zur Familie der Mykoplasmen gehört und sowohl eine RNS als auch eine DNS besitzt.

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Symptome einer Ureaplasma urealyticum-Infektion

frau-sieht-mann-anEtwa 10 bis 14 Tage nach der Ansteckung mit Ureaplasma urealyticum können die ersten Beschwerden auftreten.

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Diagnose einer Ureaplasma urealyticum-Infektion

iStock_000018916029XSmallDie Diagnose einer Infektion mit dem Bakterium Ureaplasma urealyticum erfolgt in der Regel durch ein Anamnesegespräch, bei dem sich der behandelnde Arzt die Beschwerden schildern lässt, eine körperliche Untersuchung und den Nachweis des ursächlichen Erregers Ureaplasma urealyticum.

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Therapie einer Ureaplasma urealyticum-Infektion

iStock_000017561537XSmallDie Behandlung einer Ureaplasma-Infektion erfolgt in der Regel mit speziellen Antibiotika, die den ursächlichen Erreger Ureaplasma urealyticum abtöten sollen. Zum Einsatz kommen hierbei meist das aus der Gruppe der Tetracycline stammende Antibiotikum Doxycyclin und das Antibiotikum Azithromycin. Schwangere Frauen, die kein Doxycyclin einnehmen dürfen, können auch Erythromyzin erhalten. Je nachdem, wie stark die Ureaplasma-Infektion ausgeprägt ist, muss das Antibiotikum mindestens sieben Tage lang, gegebenenfalls auch zwischen 21 bis 28 Tage lang, eingenommen werden.

Prognose und Heilungsaussichten bei Ureaplasma urealyticum

Eine Ureaplasma-Infektion kann schnell und einfach mit Antibiotika behandelt und geheilt werden. Die Prognose ist bei einer Infektion mit Ureaplasma urealyticum daher im Allgemeinen gut. Eine Ureaplasma-Infektion, die aufgrund des Fehlens von Symptomen lange unbemerkt und daher unbehandelt bleibt, kann jedoch ernsthafte Komplikationen und Spätfolgen wie Unfruchtbarkeit, Frühgeburten, Totgeburten, Chorioamnionitis (bakterielle Infektion der Scheide, die oft während der Schwangerschaft auftritt), Meningitis, eine Lungenentzündung und Schädigungen der Nerven, Gelenke und Muskeln zur Folge haben.

 

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