Kannten Sie schon diese Fakten zum Kondom?

Am 14. Februar ist Valentinstag, der viel gefeierte Tag der Liebe. Doch wussten Sie, dass dieser Tag auch als Tag des Kondoms gilt? Nicht ganz unpassend, wie wir finden. Das Kondom gehört zu den unkompliziertesten und sichersten Verhütungsmitteln überhaupt. Es verhindert nicht nur ungewollte Schwangerschaften, sondern sorgt auch dafür, dass das Schäferstündchen keine unangenehme Geschlechtserkrankung nach sich zieht.

Doch woher kommt eigentlich das Kondom, und was ist sonst noch interessant zu wissen?

“Dr. Condom” oder ein Haus für den Penis?

Kondome sind auch als Präservative bekannt. Das Wort Präservativ lässt sich auf das italienische “preservare” zurückführen, zu deutsch: schützen. Eine treffende Bezeichnung!

Woher der Begriff “Kondom” kommt, ist dagegen nicht so eindeutig zu klären. Das Wort taucht erstmals im frühen 18. Jahrhundert auf. Einer Legende nach ist es auf den Hofarzt des englischen Königs Charles II., den Earl of Condom, zurückzuführen. Dieser habe die Verwendung von Hammeldärmen zur Empfängnisverhütung empfohlen – doch es gibt keine Hinweise darauf, dass dieser “Dr. Condom” tatsächlich existiert hat.

Möglicherweise stammt der Begriff auch aus dem Italienischen und bedeutet con = mit, dom(a) = Haus.

Liebe mit Kondom
© Victoria ? / Fotolia

Gummi-Kondome von Goodyear

Unsere heutigen Kondome bestehen aus einem sehr dünnen, elastischen Latexfilm und erfüllen ihren Zweck bei korrekter Anwendung sehr sicher. Doch diese “Gummis” gibt es erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Amerikaner Charles Goodyear entdeckte die Vulkanisation, ein Verfahren, mit dem Naturkautschuk zu einem elastischem Kunststoff wird.

Rund 15 Jahre später wandte er die Vulkanisierung an, um die bisherigen starren Kondome zu verbessern. Mit großem Erfolg! 1870 ging die geniale Erfindung in Serienproduktion. Diese ersten Gummi-Kondome waren mit zwei Millimetern allerdings noch recht dick und sie hatten eine Naht.

Erst 1912 kam eine neue Methode in Gebrauch, wodurch die obligatorische Naht wegfiel und die Gummihülle viel dünner wurde.

Von Därmen und Seidenstoffen

Die Idee, den Penis zu umhüllen, ist aber schon mehrere tausend Jahre alt. Schon der mythische König Minos, der um 1200-1250 v. Chr. auf Kreta lebte – Sie kennen vielleicht die Sage von König Minos’ Minotauren und dem Labyrinth -, soll Kondome aus Ziegenblasen verwendet haben. Im Laufe der Zeit verwendeten die Menschen immer wieder andere Materialien, um den Penis einzuschließen: Über Schafsdärme, Leinensäcke, Lederbeutel und gefütterte Seidenschläuche kamen je nach Geldbeutel oder Empfehlung andere Präservative zum Einsatz.

Von “preservare”, also schützen, kann dabei aber nur bedingt die Rede sein. Wie man sich vorstellen kann, waren diese frühen Kondome weder besonders dicht, noch gut zu handhaben. Und da sie teuer waren, kamen sie nicht nur einmal, sondern mehrfach zur Anwendung.

Das Latex-Kondom: Ein paar Fakten

Heute können wir froh sein über unsere elastischen, sicheren und bezahlbaren Einweg-Kondome. Wussten Sie, dass…

  • in Deutschland pro Minute rund 314 Kondome verbraucht werden?
  • Kondome ein Füllvolumen von mindestens 18 Litern aufweisen müssen?
  • Kondome sich auf ihre siebenfache Länge ausdehnen lassen müssen?
  • es Kondome nicht nur in unterschiedlichen Größen und Geschmacksrichtungen gibt, sondern auch leuchtend?

von Die Redaktion. 14.02.2018