Filzläuse (Schamläuse) – Ursachen


Die Pediculosis pubis verursachenden Filzläuse, die in der Fachsprache auch als Phthirus pubis bezeichnet werden, sind 1 bis 2 Millimeter große Parasiten mit einem rundlich wirkenden, grauweißen Körper und sechs Beinen. Filzläuse ernähren sich vom Blut des Menschen und nehmen eine rostrote Farbe an, wenn sie gerade Blut aufgenommen haben. Mit kräftigen Halteklauen, die sich an den Enden ihrer Beine befinden, halten sich die Filzläuse an den Haaren des Betroffenen fest.

Vermehrung von Filzläusen

Filzläuse haben eine Lebenserwartung von etwa drei Wochen. In dieser Zeit legen die befruchteten Weibchen täglich bis zu drei Eier – sogenannte Nissen – die sie mit einem speziellen Sekret an den Haarschäften des befallenen Schamhaars festkleben und aus denen innerhalb von drei bis vier Wochen neue geschlechtsreife Filzläuse entstehen. Filzläuse können ohne einen Wirt nicht länger als 24 Stunden überleben und übertragen anders als Kopf- oder Kleiderläuse keine Krankheiten.

Übertragung von Filzläusen

Übertragen werden Filzläuse hauptsächlich bei engem Körperkontakt, vor allem beim Geschlechtsverkehr. In seltenen Fällen kann die Übertragung der Filzläuse aber auch erfolgen, wenn man sich mit einem Menschen, der Filzläuse hat, die Bettwäsche, Decken, Matratzen, Handtücher oder Kleidung, z.B. die Unterwäsche, teilt. Mangelnde Körperhygiene begünstigt dabei die Übertragung der Filzläuse.