Granuloma inguinale – Therapie


Granuloma inguinale wird in der Regel im Rahmen einer speziellen Antibiotika-Therapie behandelt. Die Antibiotika sollen die ursächlichen Erreger gezielt abtöten und müssen vom Patienten über einen Zeitraum von etwa zwei bis drei Wochen, manchmal auch länger, täglich eingenommen werden. Zum Einsatz kommen hierbei unter anderem Antibiotika mit den Wirkstoffen Cotrimoxazol, Tetracyclin, Ciprofoxacin, Doxycyclin oder Erythromycin. Um mögliche Rückfülle frühzeitig zu erkennen und um sicherzustellen, dass die Infektion mit dem für Granuloma inguinale verantwortlichen Bakterium tatsächlich vollständig abgeheilt ist, sollten nach Abschluss der Therapie weitere Folgeuntersuchungen stattfinden.

Geschlechtspartner, mit denen der Betroffene innerhalb der letzten 40 Tage vor dem Ausbruch von Granuloma inguinale Sexualverkehr hatte, sollten ebenfalls untersucht und, falls notwendig, mitbehandelt werden. Darüber hinaus sollte ein Betroffener während der Behandlung und bis zum vollständigen Abheilen der Geschwüre auf Geschlechtsverkehr verzichten.

Therapie

Prognose und Heilungsaussichten bei Granuloma inguinale

Die Heilungsaussichten bei Granuloma inguinale sind generell gut, hängen aber davon ab, wie früh mit der Antibiotika-Therapie begonnen wurde. Wird mit der Therapie frühzeitig begonnen, nimmt Granuloma inguinale in der Regel einen positiven Verlauf. Etwa eine Woche nach dem erfolgreichen Beginn der Antibiotika-Therapie beginnen kleinere Geschwüre dann meist abzuheilen, ohne Narben zu hinterlassen. Bei größeren Geschwüren kann es beim Abheilen allerdings auch zu einer Narbenbildung kommen. In Einzelfällen kann es trotz adäquater Behandlung mit Antibiotika bis zu 18 Monate nach der Erstinfektion mit Granuloma inguinale auch zu einem Rückfall kommen. Regelmäßige Nachuntersuchungen sind daher ratsam.

Unbehandelt kann Granuloma inguinale auch einen chronischen Verlauf nehmen und sich im Körper des betroffenen Menschen ausbreiten. Dies kann zu einer allmählichen Zerstörung des Gewebes sowie zu einer verengten Harnröhre und Verstümmelungen führen. Und auch bösartige Hautkrebsgeschwüre und mitunter sogar der Tod können die Folge einer unbehandelten Infektion mit Granuloma inguinale sein.