Granuloma inguinale – Diagnose

Granuloma inguinale wird in der Regel durch eine körperliche Untersuchung und einen Erregernachweis im Labor diagnostiziert. Im Rahmen der körperlichen Untersuchung kann ein erfahrener Arzt Granuloma inguinale leicht anhand der typischen Symptome im Genitalbereich des Betroffenen erkennen. Für den direkten Nachweis des ursächlichen Erregers Klebsiella granulomatis entnimmt der Arzt zudem bei der körperlichen Untersuchung einen Abstrich oder eine Gewebeprobe von den Pusteln bzw. Geschwüren im Genitalbereich. Dieser Abstrich bzw. diese Gewebeprobe wird anschließend im Labor mikroskopisch auf das Vorhandensein des für Granuloma inguinale verantwortlichen Bakteriums untersucht. Lässt sich Klebsiella granulomatis unter dem Mikroskop nicht eindeutig nachweisen, kann zum Nachweis des Erregers auch eine Zellkultur angelegt werden.

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Bei der Diagnose ist es zudem wichtig, andere Erkrankungen, deren Symptome denen von Granuloma inguinale ähneln, als Verursacher der Beschwerden auszuschließen. So kann Granuloma inguinale unter anderem mit Erkrankungen wie etwa der frühen Syphilis, Lymphogranuloma venereum, Ulcus molle, einer Infektion mit Herpes simplex vom Typ 2 oder Hautkrebs verwechselt werden.