HIV-Infektion und AIDS – Therapie


Die Behandlung einer HIV-Infektion zielt vorrangig darauf ab, die Vermehrung und das Wachstum der HI-Viren zu hemmen und so den Übergang ins Stadium C, also die eigentliche AIDS-Erkrankung, so lange wie möglich hinauszuzögern. Die Therapie richtet sich also in erster Linie gegen das HI-Virus selbst. Ist die AIDS-Erkrankung jedoch bereits mit den typischen Begleiterkrankungen ausgebrochen, müssen auch diese behandelt werden.

Als Therapie gegen die HIV-Infektion kommt heutzutage die sogenannte hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) zum Einsatz, die meist durch die kombinierte Gabe von drei verschiedenen Medikamenten erfolgt. Als Medikamente gegen HIV stehen dabei insbesondere sogenannte Entry-Inhibitoren, Reverse-Transkriptase-Hemmer, Integrase-Hemmer und Protease-Hemmer zur Verfügung, die das Wachstum und die Vermehrung des HI-Virus in verschiedenen Lebensphasen hemmen.

Therapie

Prognose und Heilungsaussichten bei einer HIV-Infektion und AIDS

Da seit dem ersten Auftreten von HIV-Infektionen und AIDS-Fällen in den achtziger Jahren zahlreiche neue Medikamente entwickelt wurden, hat sich die Prognose bei einer HIV-Infektion inzwischen erheblich verbessert. So kann mithilfe der antiretroviralen Therapie (HAART) der Ausbruch der AIDS-Erkrankung erheblich hinausgezögert, die Lebenserwartung und – qualität von HIV-Infizierten deutlich erhöht und die Anfälligkeit für opportunistische Infektionen stark reduziert werden. Heilbar ist eine HIV-Infektion bzw. AIDS zum heutigen Zeitpunkt jedoch nicht. Deshalb ist es nach wie vor sehr wichtig, einer HIV-Infektion durch den Gebrauch von einem Kondom beim Geschlechtsverkehr vorzubeugen.