HIV-Infektion und AIDS – Ursachen

Die Immunschwächekrankheit AIDS wird durch das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) verursacht und stellt das späte Stadium einer HIV-Infektion dar. Die Infektion mit HIV erfolgt durch direkten Kontakt mit den Körperflüssigkeiten eines bereits HIV-Infizierten, etwa mit Blut, Sperma, Scheiden- oder Analsekret, da hier die Konzentration der HI-Viren besonders hoch ist. Hierbei sind verschiedene Übertragungswege möglich, wobei sexuelle Kontakte in Deutschland den mit Abstand häufigsten Ansteckungsgrund darstellen. So gehen etwa 90 Prozent der HIV-Infektionen auf das Konto von ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit einer HIV-infizierten Person.

Geschützter Geschlechtsverkehr

In etwa 8 Prozent der Fälle erfolgt die Übertragung der HIV-Infektion durch den gemeinsamen Gebrauch von Injektionsnadeln und Spritzen – wenn sich etwa ein Drogenabhängiger mit einer kontaminierten Injektionsnadel, die zuvor ein HIV-Infizierter verwendet hat, Drogen in eine Vene spritzt. Auch eine Übertragung des HI-Virus von einer HIV-infizierten, schwangeren Frau auf ihr ungeborenes Kind ist möglich. Da hier aber in der Regel vorbeugende Maßnahmen getroffen werden, um eine Ansteckung des Kindes zu verhindern, werden inzwischen weniger als 1 Prozent der HIV-Infektionen durch eine Mutter-Kind-Übertragung während der Geburt verursacht. Weitere mögliche, aber inzwischen eher seltene Übertragungswege einer HIV-Infektion sind Transfusionen von HIV-infiziertem Blut, Organtransplantationen oder bei Angehörigen medizinischer Berufe nicht desinfizierte medizinische Geräte oder Stiche mit einer infizierten Nadel.