Lymphogranuloma venereum – Therapie


Lymphogranuloma venereum wird in der Regel durch die orale Gabe spezieller Antibiotika, die gezielt die bakteriellen Erreger bekämpfen und abtöten sollen, behandelt. Zum Einsatz kommen hierbei meist die Antibiotika Doxycyclin, Tetracyclin, Erythromycin oder Azithromycin. Das Antibiotikum muss über einen Zeitraum von meist 3 Wochen täglich als Tablette eingenommen werden. Bei schweren Verläufen von Lymphogranuloma venereum kann es gegebenenfalls auch notwendig werden, das Antibiotikum als Infusion zu verabreichen.

Neuansteckung vermeiden

Nach Abschluss der Antibiotika-Therapie sollte mithilfe eines Labortests sichergestellt werden, dass die ursächlichen Erreger von Lymphogranuloma venereum tatsächlich vollständig beseitigt wurden. Um eine weitere Ausbreitung von Lymphogranuloma venereum und gegenseitige Neuansteckungen (sog. Ping-Pong-Effekt) zu verhindern, sollten die Sexualpartner, mit denen Infizierte in den letzten beiden Monaten vor Beginn der Symptome Geschlechtsverkehr hatten, ebenfalls untersucht und gegebenenfalls mit behandelt werden. Zudem sollte während der Behandlung und noch mindestens eine Woche lang nach Abschluss der Therapie auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden.

Prognose und Heilungsaussichten bei Lymphogranuloma venereum

Wird Lymphogranuloma venereum im Frühstadium rechtzeitig und konsequent mit Antibiotika behandelt, heilt die Infektion schnell ab, ohne Folgeschäden zu hinterlassen. Bleibt die Infektion mit den Lymphogranuloma venereum verursachenden Bakterien allerdings unbehandelt, kann die Erkrankung nach einigen Wochen zunächst in ein Sekundärstadium mit schmerzhaften Lymphknotenschwellungen und schließlich nach mehreren Jahren in ein chronisches Tertiärstadium mit schweren Komplikationen und Spätfolgen wie Darmverengungen oder Störungen des Lymphabflusses übergehen.