Lymphogranuloma venereum – Symptome


Lymphogranuloma venereum verläuft in drei Stadien, in denen die Symptome sich verändern.

Stadium I: Kleine Geschwüre und Bläschen

Im sogenannten Primärstadium (Stadium I) treten frühestens 3 Tage bis etwa 3 Wochen nach der Ansteckung mit Lymphogranuloma venereum die ersten charakteristischen Symptome auf. So bilden sich an den Eintrittsstellen des Erregers im Genitalbereich, beim Mann beispielsweise am Penis, an der Eichel, der Vorhaut, dem Enddarm oder der Harnröhre, bei der Frau beispielsweise in der Scheide oder der Harnröhre, kleine, schmerzlose Knötchen oder mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die sich in der Folge zu kleinen Geschwüren umwandeln und nach einigen Tagen von selbst wieder abheilen. Da die Geschwüre nicht schmerzen, bleiben sie oftmals völlig unbemerkt.

Stadium II: Lymphknotenschwellungen

Im Sekundärstadium (Stadium II) von Lymphogranuloma venereum treten beim Infizierten etwa 6 Wochen nach der Ansteckung mit dem Erreger ein- oder beidseitige Lymphknotenschwellungen in der Leistenbeuge und/oder Lymphknotenschwellungen im Genitalbereich auf. Diese sehr schmerzhaften Lymphknotenschwellungen sind von außen als sogenannte Bubo sichtbar und die darüber liegende Haut verfärbt sich manchmal blau-rot. Bleiben diese Schwellungen unbehandelt, können sie vereitern und aufbrechen. Zusätzlich können in diesem Stadium von Lymphogranuloma venereum begleitende Krankheitszeichen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schüttelfrost und Brechreiz auftreten.

Stadium III: Chronische Entzündungen und Geschwüre

Bleibt Lymphogranuloma venereum unbehandelt, kann die Erkrankung in ein chronisches, sogenanntes Tertiärstadium (Stadium III) übergehen. Nach einer beschwerdefreien Zeit von mehreren Jahren, in der sich die Erreger jedoch weiter im Körper der infizierten Person ausbreiten, entstehen chronische Entzündungen und Geschwüre im Darm- und Genitalbereich, die unter anderem Darmverengungen mit einem erschwerten Stuhlgang, Störungen des Lymphabflusses mit chronischen Lymphödemen und Schwellungen der Geschlechtsorgane, Abszesse und Fisteln zur Folge haben können.