Scheidenpilz: Mythos oder Wahrheit?


Fast jede Frau leidet mindestens ein Mal in ihrem Leben an einer schmerzhaften Scheidenpilz-Infektion – aber auch wenn es so viele sind, gehört Scheidenpilz immer noch zu den Tabu-Krankheiten, über die betroffene Frauen kaum sprechen. Deswegen können sich auch so viele Falschaussagen und Mythen über Scheidenpilz-Infektionen halten. Und wie Märchen stimmen auch diese Mythen nicht. Hier klären wir Sie auf, damit man Ihnen kein Märchen und keinen Scheidenpilz-Mythos mehr erzählen kann!

Scheidenpilz-Mythos Nr. 1: Mein Mann geht fremd und hat mich mit Scheidenpilz angesteckt!

Mythen über ScheidenpilzDa Scheidenpilz keine Geschlechtskrankheit ist, gehört dieser Scheidenpilz-Mythos wahrlich ins Reich der Märchen. An einem Scheidenpilz erkennen Sie also definitiv keine Untreue! Die für die Infektion verantwortlichen Hefepilze Candida albicans haben wir Frauen immer in unserer Vaginal-Schleimhaut, erst wenn diese aus dem Gleichgewicht gebracht wird, entsteht eine Scheidenpilz-Infektion. Die Wahrheit über diese Mythos heißt also: Scheidenpilz holt man sich nicht, sondern man hat ihn. Aber natürlich gehören Sex und Scheidenpilz zusammen, mehr Informationen zum Thema „gesunder“ Sex finden Sie hier und zu den wahren Ursachen von Scheidenpilz hier.

 

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Scheidenpilz-Mythos Nr. 2: Ich bin dreckig, wenn ich einen Scheidenpilz habe!

Manche Frauen ertragen aus Scham tagelang die unangenehmen Scheidenpilz-Symptome: Sie schämen sich vor ihrem Arzt, trauen sich nicht in die Apotheke und sprechen selbst mit ihrem Partner nicht über ihre Beschwerden. Dieser Scheidenpilz-Mythos sitzt so fest in den Köpfen der Frauen, wie er tatsächlich falsch ist – denn oftmals ist es genau andersherum, wenn man sich nämlich zu viel wäscht und dazu noch ein stark schäumendes Duschgel benutzt, wird die Vaginal-Schleimhaut gereizt und der Scheidenpilz hat leichtes Spiel.

Und sind Sie gerade akut von einem Scheidenpilz betroffen, glauben Sie nicht dem Scheidenpilz-Mythos, dass Sie den Scheidenpilz „wegwaschen“ könnten. Das geht leider nicht – sind Sie einmal betroffen, muss der Scheidenpilz mit einem Anti-Pilz-Mittel behandelt werden. Hier erfahren Sie mehr zur Scheidenpilz-Behandlung und hier mehr über die richtige Hygiene.

Scheidenpilz-Mythos Nr. 3: Ich stecke mich im Schwimmbad bzw. auf der Toilette mit Scheidenpilz an!

Mythos über Infektion mit Scheidenpilz im SchwimmbadWie oft hört man diesen Scheidenpilz-Mythos: „Ah, da war die Toilette aber sehr schmutzig“ oder „Das Wasser im Schwimmbad sah auch so seltsam aus.“ Hier stimmt die Schlussfolgerung nicht – eigentlich können Sie sich nicht direkt an der Toilette anstecken. Vielmehr besteht hier der Fehler in der falschen Wischtechnik: Ekeln wir uns, wollen wir natürlich schnell vom Klo runter. Aber dabei ist es sehr wichtig, immer von vorne nach hinten zu wischen. Sonst gelangen nämlich die Darmkeime in die Scheide und können so eine Scheidenpilz-Infektion auslösen. Ebenso der Schwimmbad-Mythos – hier sind die Scheidenpilze nicht im Wasser. Sondern das Chlor kann die empfindliche Scheidenflora stören, dies führt dann zu einer Scheidenpilz-Infektion. Auch das feucht-warme Klima in der Badewäsche trägt dazu bei. Damit Sie nicht in Ihrem nächsten Badeurlaub von Scheidepilzen geärgert werden, erfahren Sie hier wichtige Tipps.

Scheidenpilz-Mythos Nr. 4: Es gibt eine Anti-Pilz-Diät!

Hier muss man genau hinschauen – wo ist der Scheidenpilz-Mythos und wo die Wahrheit? Wahr ist, dass die Ernährung auch Einfluss auf die Zusammensetzung der Vaginal-Flora hat. Esse ich also viel Süßes und trinke gerne Limonade, bekommen die Hefepilze besonders viel Nährstoffe und können sich so gut vermehren. Es stimmt auch, dass bei der Verstoffwechselung von Kohlenhydraten10 (also Brot, Müsli, Nudeln, Gemüse) am Ende immer Zucker entsteht. So nahm man an, verzichteten an Scheidenpilz erkrankte Frauen nun völlig auf Kohlenhydrate, würde man den Scheidenpilz damit aushungern. Das erwies sich als klassischer Scheidenpilz-Mythos – denn nur die Frauen hungerten und der Hefepilz stellte sein Ernährung auf Fette um. Wahr wiederum ist, wenn Sie sich gesund und ausgewogen ernähren, tun Sie auch Ihrer Vaginalflora etwas Gutes – und damit tragen Sie aktiv zur Scheidenpilz-Vorbeugung bei. Mehr Tipps zur Scheidenpilz-Vorbeugung finden Sie hier.

Scheidenpilz-Mythos Nr. 5: Mit Scheidenpilz muss ich zum Arzt – und die Behandlung ist kompliziert und dauert ewig!

Dieser Scheidenpilz-Mythos stimmt nur, wenn Sie die Scheidenpilz-Symptome zum ersten Mal bei sich bemerken oder gerade schwanger sind. Wenn Sie hingegen schon einmal selbst einen Vaginalpilz hatten (mehr Infos als Schwangere finden Sie hier), können Sie sich ganz einfach in Ihrer Apotheke ein Anti-Pilz-Mittel kaufen. Und ebenso gehört auch die komplizierte und langwierige Scheidenpilz-Behandlung ins Reich der Märchen: Durch die hohe Wirkstoffkonzentration genügt mittlerweile die einmalige Anwendung einer Vaginaltablette. Die pflegende Vaginalcreme muss nur noch einige Tage im äußeren Intimbereich angewendet werden und schon ist die Scheidenpilz-Infektion überstanden!