Scheidenpilz: Therapie


Die Symptome einer Scheidenpilz-Infektion sind meist sehr unangenehm. Daher steht bei den modernen Antipilz-Medikamenten auch eine schnelle Linderung der Beschwerden im Mittelpunkt der Therapie. Als Vaginaltablette oder Vaginalcreme töten die sogenannten Antimykotika die Erreger der Scheidenpilz-Infektion ab und hemmen das Wachstum des Scheidenpilzes. In Deutschland sind viele Antipilz-Medikamente rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Was kann ich tun? Schnelle Behandlung einer Scheidenpilz-Infektion

Moderne Antipilz-Medikamente enthalten den Wirkstoff Clotrimazol und werden in Form von Vaginaltabletten mittels eines Applikators tief in die Scheide eingebracht und als Vaginalcreme lokal äußerlich auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Produkt in jedem Fall einen Applikator enthält – nur so wird eine hygienische Anwendung sichergestellt. Clotrimazol hemmt das Wachstum und die Vermehrung von Pilzen wie beispielsweise Candida albicans und tötet sie sowie eine Reihe weiterer Pilze und einige Bakterien ab. Bereits wenige Stunden nach Beginn der Therapie wirkt diese und die Beschwerden werden gelindert.

Scheidenpilz-Hausmittel erzielen nicht dieselbe Wirkung wie Anti-Pilz-Medikamente und können sogar kontraproduktiv oder schädlich sein.

 

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Scheidenpilz-TherapieSex während einer Scheidenpilz-Behandlung

Die unangenehmen Beschwerden bei Scheidenpilz verhageln den meisten Frauen die Lust am Sex. Medizinisch spricht aber nichts dagegen. Damit über den Penis keine Pilze von der Vulva in die Scheide eingebracht werden, ist es empfehlenswert, während der Therapie von Scheidenpilz Kondome beim Sex zu benutzen. Weitere Informationen und worauf Frauen beim Sex während einer Infektion mit Scheidenpilz achten sollten, finden Sie hier.

Muss mein Partner auch behandelt werden?

Scheidenpilz ist keine Geschlechtskrankheit. Die Infektion wird nur selten durch Sex übertragen. Daher ist es nicht zwingend notwendig, dass der Partner bei einer Scheidenpilz-Infektion mitbehandelt wird. Der Penis bietet den Pilzen kein Umfeld, in dem sie länger überleben können, sodass sich der Pilz bei ihnen generell nicht so ausbreiten kann wie in der weiblichen Scheide. Eine Ausnahme bilden Männer mit einer sehr engen Vorhaut und Diabetiker. Manche Frauen fühlen sich einfach sicherer, wenn der Partner ebenfalls mit der Vaginalcreme behandelt wird.

Behandlung einer Scheidenpilz-Infektion während der Schwangerschaft

Bei einer Schwangerschaft ist es besonders wichtig, eine Vaginalpilz-Therapie unter ärztlicher Aufsicht durchzuführen. Leidet eine schwangere Frau unter einer Scheidenpilz-Infektion, eignen sich zur Therapie insbesondere Cremes oder Vaginaltabletten, die den Wirkstoff Clotrimazol enthalten. Mehr Infos über das Thema Scheidenpilz in der Schwangerschaft finden Sie hier.

Nie mehr Scheidenpilz? Prognose und Heilungsaussichten

Pilz-Infektionen im Genitalbereich der Frau sind keine Seltenheit. In der Regel nimmt ein konsequent behandelter Scheidenpilz aber einen schnellen und unkomplizierten Verlauf. Allerdings hinterlässt eine durchgemachte Infektion mit Scheidenpilz keine Immunität. Bestehen begünstigende Faktoren, kann eine Infektion trotz erfolgreicher Therapie immer wieder auftreten. Tritt eine Scheidenpilz-Infektion häufiger als viermal im Jahr auf, muss ein Facharzt aufgesucht werden. Ein chronischer Scheidenpilz – in der Fachsprache chronisch-rezidivierende Vaginalmykose genannt – macht meist eine erneute, längerfristige Antimykotika-Therapie notwendig.