Scheidenpilz und Sport


Morgens joggen gehen, im Sommer schnell eine Runde im Schwimmbad ziehen, am Wochenende mit Freunden eine Radtour machen oder surfen gehen – das macht Spaß und ist gesund. Doch dann kommt ein Scheidenpilz dazwischen. Sport und Scheidenpilz, geht das? Mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen und kleinen Verhaltensänderungen müssen sich Sport und Scheidenpilz nicht ausschließen. Im Gegenteil! Denn Sport, Bewegung und körperliche Aktivität stärken die Abwehrkräfte, bauen Stress ab, wirken entspannend und heben die Stimmung. Und auch Saunabäder machen nicht nur Spaß – sie sind vor allem gesund.

Trotzdem: Sport und Scheidenpilz? Das kommt vielen Frauen immer noch „spanisch“ vor. Gerade wenn sie zu Scheidenpilz-Infektionen neigen oder an einem Scheidenpilz erkrankt sind, verzichten sie häufig auf Sport und Saunabäder, um die Vaginalpilz-Beschwerden durch zusätzliches Reiben und Schwitzen im Genitalbereich nicht noch zu verschlimmern. Das ist falsch verstandene Vorsicht, Sport und Scheidenpilz sind kein No-Go – vielmehr stärken Sport und regelmäßige Saunagänge die Immunabwehr und tragen im Prinzip sogar dazu bei, Scheidenpilz-Infektionen vorzubeugen. Fazit: Sport und Scheidenpilz – na klar!

Sport und Scheidenpilz – Wie kann ich selbst vorbeugen?

Sport hilft gegen ScheidenpilzFrau kann selbst einiges tun, um der „Kombi“ Sport und Scheidenpilz von vornherein Einhalt zu gebieten. Zu den vorbeugenden Maßnahmen während und nach dem Sport zählen insbesondere die richtige Intimpflege und Sportkleidung. So sollten Frauen, die zu Scheidenpilz neigen bzw. eine Vaginalmykose haben, beim Sport stets Funktionsunterwäsche tragen. Denn diese trocknet im Gegensatz zu herkömmlicher Unterwäsche schnell und leitet die Feuchtigkeit nach außen – ein Wärme- und Feuchtigkeitsstau im Genitalbereich wird vermieden und das erhöhte Infektionsrisiko mit den Scheidenpilz-Erregern gesenkt.

Nach dem Sport beim Duschen und Waschen auf die richtige Intimpflege achten. Aggressive oder parfümierte Seifen, Duschgels, Intimsprays und Intimdeos sind tabu, da diese das natürliche saure Scheidenmilieu negativ beeinflussen. Wesentlich besser geeignet für die Intimpflege nach dem Sport sind spezielle Waschlotionen, die pH-sauer sind oder Milchsäure enthalten.

Weitere Tipps zur Intimpflege, Sport und Scheidenpilz finden Sie hier.

Sport und Scheidenpilz – Erhöhtes Risiko während der Menstruation?

Hat eine Frau zusätzlich zu einer Vaginalpilz-Infektion auch gerade noch ihre Periode, sollte sie auf Slipeinlagen beim Sport besser verzichten. Diese unterstützen das feuchtwarme Milieu im Scheidenbereich und vergrößern so das Risiko einer Scheidenpilz-Infektion. Zudem verzögert die Reibung, dass die Scheidenschleimhaut schnell abheilt.

Mehr zum Thema Scheidenpilz und Menstruation lesen Sie hier.

 

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Sport und Scheidenpilz – Pack die Badehose ein?

Absolutes Highlight im Sommer: der Sprung ins kühle Nass im Schwimmbad, See oder Meer. Aber Schwimmbad und Scheidenpilz, passt das zusammen? Die wichtigste Maßnahme, um einer Vaginalmykose nach dem Schwimmen vorzubeugen, ist, die nassen Badesachen anschließend sofort auszuziehen und nicht am Körper trocknen zu lassen – ein zweites Bade-Outfit gehört in Strand- oder Badetasche! Und denken Sie immer daran, sich nach dem Schwimmen gründlich abzuduschen und anschließend sorgfältig abzutrocknen.

Sport und ScheidenpilzIn öffentlichen Schwimmbädern ist das Wasser meist gechlort, um die ungehinderte Vermehrung und Verbreitung von Krankheitskeimen zu verhindern. Das Risiko, sich in einem Schwimmbad mit einem Scheidenpilz anzustecken ist also eher gering. Möglich ist aber, dass das im Wasser enthaltene Chlor die Scheidenflora angreift und so ihre natürliche Schutzfunktion mindert. Unser Tipp: Intimbereich vor dem Schwimmen mit einer Fettsalbe, zum Beispiel Vaseline, einreiben.

Im Gegensatz zum Chlorwasser in öffentlichen Schwimmbädern schädigt das salzige Meerwasser die natürliche Schutzfunktion der Scheidenflora nicht – es trägt vielmehr dazu bei, die durch eine Scheidenpilz-Infektion angegriffene Scheidenschleimhaut zu regenerieren. Baden im Meer ist Frauen mit wiederkehrenden Scheidenpilz-Infektionen also nur zu empfehlen.

Sommer, Sonne, Sonnenschein – damit aus diesem attraktiven Dreiklang nicht Sommer, Sonne, Scheidenpilz wird und eine Vaginalmykose den betroffenen Frauen die schönste Zeit des Jahres oder gar den Urlaub verhagelt, lesen Sie hier die besten Tipps zum Thema Scheidenpilz und Urlaub.

Sauna und Scheidenpilz? In Ruhe schwitzen – oder doch nicht?

Schwitzen macht Spaß und ist gesund, und auch Frauen mit häufigen Scheidenpilz-Infektionen müssen auf das Schwitzvergnügen in Saunabädern nicht verzichten. Sie sollten jedoch darauf achten, sich während des Saunagangs stets auf ein eigenes, mitgebrachtes Handtuch zu setzen, um zu vermeiden, dass sie sich selbst oder andere mit Scheidenpilz-Erregern anstecken. Ein zweites Handtuch dient nach dem Saunagang und Duschen zum gründlichen Abtrocknen.

Frau in der Sauna

Dampfbäder sind jedoch im Gegensatz zu den heißen und trockenen Saunabädern für Frauen mit wiederkehrenden Scheidenpilz-Infektionen nicht geeignet. Die Scheidenpilz-Erreger fühlen sich dort nämlich besonders wohl – schuld ist die hohe Luftfeuchtigkeit, die in einem Dampfbad herrscht. In dem feucht-warmen Klima können sich die Hefepilze leichter vermehren und Infektionen verursachen.