Scheidenpilz: Ursachen


Über die Ursachen von Scheidenpilz und die Übertragung von kursieren viele Mythen. Davon sollten Frauen sich aber nicht verunsichern lassen. Denn Scheidenpilz holt man sich nicht auf der Toilette und selten ist die Ursache mangelnde Hygiene. Scheidenpilz ist in der Regel keine Krankheit, mit der man sich beim Geschlechtsverkehr ansteckt.

Der häufigste, ursächliche Erreger für eine Scheidenpilz-Infektion ist der Hefepilz Candida albicans. Diese Pilze gehören bei den meisten Menschen zur natürlichen Körperflora und besiedeln in geringer Zahl unter anderem die Haut und die Schleimhäute im Genital-, Darm- und Analbereich.

Wie entsteht eine Scheidenpilz-Infektion?

Beschwerden treten erst dann auf, wenn sich die Hefepilze massenhaft vermehren. Die Hefepilze gedeihen am besten in einem feuchten Umfeld bei 37 Grad Celsisu. Damit bietet die Scheide der Frau ihnen optimale Bedingungen. Doch die ebenfalls in der Scheide vorhandenen Milchsäurebakterien sorgen durch Stoffwechselaktivitäten für ein saures Scheidenmilieu mit einem pH-Wert von circa 4 bis 4,5. Wird dieses Gleichgewicht gestört, können sich die Hefepilze massenhaft vermehren und damit eine Scheidenpilz-Infektion verursachen.

Ursachen für die Störung des natürlichen Gleichgewichts der Scheidenflora sind:

  • Ein geschwächtes Immunsystem: Infekte oder Erkrankungen schwächen das Immunsystem und begünstigen so die Vermehrung der Hefepilze.
  • Stress und psychische Belastungen: Lange anhaltender Stress hemmt die Immunabwehr. Die Zahl der Immunzellen im Blut sinkt und die natürlichen Killerzellen sind weniger aktiv. Deshalb sind viele Frauen in andauernden stressigen Zeiten und in Zeiten psychischer Belastung eher anfällig für eine Scheidenpilz-Infektion.
  • Hormonschwankungen als Ursache von Scheidenpilz: Hormonelle Veränderungen treten vor allem während der Pubertät, einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren auf. Auch hormonelle Veränderungen durch die Einnahme der Antibabypille können Ursache von Scheidenpilz sein.
  • Stoffwechselstörungen als Ursache eines Scheidenpilzes: Störungen des Stoffwechsels begünstigen ebenfalls die Entstehung von Scheidenpilzen. Bei einer Erkrankung an Diabetes mellitus können sich die Hefepilze aus dem erhöhten Blutzuckerspiegel ernähren und verstärkt vermehren.
  • Medikamente als Ursache von Scheidenpilz:
    • Antibiotika, etwa zur Behandlung von Blasenentzündungen: Das Antibiotikum tötet auch Mikroorganismen wie die Milchsäurebakterien in der Scheidenflora. Dadurch wird das Scheidenmilieu alkalisch und die Pilze können sich ungehindert vermehren.
    • Kortison: Kortison-Präparate schwächen das Immunsystem.
  • Übertriebene Intimhygiene:
    Intimsprays und Scheiden-Spülungen beinhalten oft alkalische Seife und verändern damit die natürliche Scheidenflora zugunsten der Pilze.
  • Eng anliegende Kleidung und synthetische Unterwäsche:
    Scheidenpilze benötigen einen warmen und feuchten Lebensraum. Durch luftundurchlässige Kleidung kann es zu einem Wärmestau kommen und den Pilzen wird ein optimaler Nährboden bereitet.
  • Hefepilze ernähren sich unter anderem von Zucker. Eine zuckerhaltige Nahrung kann das Wachstum der Pilze verstärken.

Übertragungswege als Ursache des Scheidenpilzes

Scheidenpilz ist keine Geschlechtskrankheit. Die Infektion durch ungeschützten Geschlechtsverkehr kommt in der Regel selten vor. Mehr Informationen über Scheidenpilz und Geschlechtsverkehr finden Sie hier. Vorsichtig sollte man bei gemeinsam benutzten Handtüchern, Wäsche oder Toilettenartikeln sein. Hier können sich Pilze einnisten und über die Haut in die Scheide gelangen. Hier finden Sie Tipps zur Vorbeugung von Scheidenpilz.

 

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