Syphilis (Lues venerea) – Therapie

Die Behandlung von Syphilis erfolgt in der Regel mit dem Antibiotikum Penicillin, das meist als Injektion in den Gesäßmuskel oder auch als Infusion verabreicht wird. Leidet der Infizierte an einer Penicillinallergie, können ersatzweise auch andere Antibiotika wie etwa Erythromycin, Tetracyclin oder Doxycyclin eingesetzt werden, um die Vermehrung der Syphilis-Erreger zu bremsen und so die Syphilis zu bekämpfen. Die Dosierung und Dauer der Antibiotika-Behandlung hängt dabei vom Krankheitsstadium der Syphilis ab. Im ersten und zweiten Stadium der Syphilis reicht es jedoch meist aus, ein- oder zweimal ein langwirkendes Antibiotikum zu spritzen.

Wichtig ist, dass sich auch der Partner auf Syphilis untersuchen und gegebenenfalls ebenfalls mit Antibiotika behandeln lässt. Zudem sollten bei einer länger zurückliegenden Infektion auch frühere Partner informiert werden, dass sie sich möglicherweise mit Syphilis angesteckt haben und deshalb testen lassen sollten.

Prognose und Heilungsaussichten der Syphilis

Die Prognose bei Syphilis ist heutzutage generell gut bis sehr gut, hängt aber davon ab, in welchem Stadium mit der Antiobitika-Behandlung begonnen wird. In den ersten zwei Stadien lässt sich die Syphilis in der Regel durch eine rechtzeitige und konsequente Therapie mit Penicillin oder anderen Antibiotika erfolgreich behandeln, ohne dass bleibende Schäden zurückbleiben. Wird die Syphilis jedoch erst im dritten oder vierten Stadium erkannt und behandelt, können Spätschäden die Folge sein. Insbesondere wenn sich die Syphilis bei Behandlungsbeginn bereits im Stadium der Neurosyphilis befindet, ist die Prognose eher ungünstig. Dann können beim infizierten Patienten unter anderem Lähmungen oder andere Schäden zurückbleiben, die eine lebenslange Pflege des Syphilis-Patienten notwendig machen. Unbehandelt führt Syphilis in etwa 10 Prozent der Fälle sogar zum Tod.