Ureaplasma urealyticum – Therapie


Die Behandlung einer Ureaplasma-Infektion erfolgt in der Regel mit speziellen Antibiotika, die den ursächlichen Erreger Ureaplasma urealyticum abtöten sollen. Zum Einsatz kommen hierbei meist das aus der Gruppe der Tetracycline stammende Antibiotikum Doxycyclin und das Antibiotikum Azithromycin. Schwangere Frauen, die kein Doxycyclin einnehmen dürfen, können auch Erythromyzin erhalten. Je nachdem, wie stark die Ureaplasma-Infektion ausgeprägt ist, muss das Antibiotikum mindestens sieben Tage lang, gegebenenfalls auch zwischen 21 bis 28 Tage lang, eingenommen werden.

Eine Mitbehandlung des Partners des mit Ureaplasma urealyticum Infizierten ist gegebenenfalls sinnvoll, um zu verhindern, dass es beim Geschlechtsverkehr zu erneuten gegenseitigen Ansteckungen mit dem ursächlichen Erreger kommt. Sofern die Ureaplasma-Infektion nach einer einwöchigen Behandlung mit Antibiotika nicht vollständig verschwunden ist oder nach dem Abschluss der Behandlung zurückkehrt, muss die Antibiotika-Therapie über einen längeren Zeitraum fortgesetzt werden.

Prognose und Heilungsaussichten bei Ureaplasma urealyticum

Eine Ureaplasma-Infektion kann schnell und einfach mit Antibiotika behandelt und geheilt werden. Die Prognose ist bei einer Infektion mit Ureaplasma urealyticum daher im Allgemeinen gut. Eine Ureaplasma-Infektion, die aufgrund des Fehlens von Symptomen lange unbemerkt und daher unbehandelt bleibt, kann jedoch ernsthafte Komplikationen und Spätfolgen wie Unfruchtbarkeit, Frühgeburten, Totgeburten, Chorioamnionitis (bakterielle Infektion der Scheide, die oft während der Schwangerschaft auftritt), Meningitis, eine Lungenentzündung und Schädigungen der Nerven, Gelenke und Muskeln zur Folge haben.