Zytomegalie – Therapie


Bei Infizierten mit einer guten Immunabwehr, die keine oder kaum Symptome aufweisen, ist eine Behandlung der Zytomegalie in der Regel nicht notwendig. Allerdings verbleibt das Zytomegalie-Virus lebenslang im Körper, weshalb es möglich ist, dass die Zytomegalie zu einem späteren Zeitpunkt – wenn das Abwehrsystem geschwächt ist – erneut auftritt und dann doch behandelt werden muss.

Bei Personen mit einer geschwächten Immunabwähr wird die Zytomegalie mit speziellen Medikamenten, den sogenannten Virostatika, behandelt, die die Vermehrung des Zytomegalie-Virus in den Körperzellen hemmen sollen. Zum Einsatz kommen hier unter anderem Medikamente mit den Wirkstoffen Valganciclovir, Cidofovir, Foscarnet und Ganciclovir. Darüber hinaus sollten bei Abwehrgeschwächten auch die durch die Zytomegalie verursachten Symptome und Beschwerden behandelt werden. Infizierte schwangere Frauen werden mit dem sogenannten CMV-Immunglobulin, d.h. mit speziellen Antikörpern gegen das Zytomegalie-Virus, behandelt.

Prognose und Heilungsaussichten der Zytomegalie

Eine vollständige Heilung der Zytomegalie ist nicht möglich, da die ursächlichen Viren wie alle Herpesviren ein Leben lang im Körper verbleiben. Nach einer Erstinfektion mit dem Zytomegalie-Virus kann man also immer wieder erkranken. Die Prognose und der Verlauf der Zytomegalie hängen dabei davon ab, wie gut die Immunabwehr des Patienten funktioniert. Ansonsten Gesunde mit einem intakten Abwehrsystem haben in der Regel keine schweren Symptome. Das im Körper verbleibende Zytomegalie-Virus kann aber zu einem späteren Zeitpunkt reaktiviert werden, wenn das Abwehrsystem geschwächt ist. Bei Personen mit einer geschwächten Immunabwehr zum Zeitpunkt der Erstinfektion können mehrere Organe gleichzeitig von der Zytomegalie befallen werden. Ein schwerer und mitunter tödlicher Verlauf kann dann die Folge sein. Eine vorbeugende Impfung gegen das Zytomegalie verursachende Virus existiert derzeit noch nicht.