Zytomegalie – Symptome

Experten gehen davon aus, dass es nach einer Ansteckung mit dem Zytomegalie-Virus etwa zwei bis zwölf Wochen dauert, bis bei einem Infizierten die ersten Symptome auftreten. Genauere Angaben zur Inkubationszeit der Zytomegalie sind bislang nicht genau bekannt. Die Erstinfektion mit dem Zytomegalie-Virus verläuft bei ansonsten Gesunden mit einer guten Immunabwehr in der Regel sogar ohne Symptome. Treten dennoch Symptome auf, sind dies meist unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit, Fieber und Lymphknotenschwellungen, die oft mit einem grippalen Infekt verwechselt werden. Aufgrund dieses nahezu symptomlosen bzw. symptomarmen Verlaufes der Zytomegalie bleibt die Infektion oft lange unentdeckt, was zur Folge hat, dass der Betroffene unwissentlich andere Menschen mit dem Zytomegalie-Virus anstecken kann.

Eine weitaus größere Gefahr stellt die Zytomegalie-Infektion für Personen dar, die ein geschwächtes Abwehrsystem haben. Hierzu gehören unter anderem HIV-infizierte oder Ältere sowie Personen, die eine Organtransplantation hatten oder an einer Tumorerkrankung leiden. Bei diesen Abwehrgeschwächten kann das Zytomegalie-Virus lebensgefährliche Erkrankungen zur Folgen haben, die in besonders schweren Fällen sogar zum Tod führen können. Zu den Organen, die von der Zytomegalie-Infektion betroffen sein können, gehören unter anderem die Leber, die Lunge, das Auge und der Magen-Darm-Trakt. Die Folge sind dann unter anderem Leberentzündungen, Lungenentzündungen, Augenentzündungen, Sehstörungen und Magen- und Darmgeschwüre. Weitere mögliche Symptome der Zytomegalie bei einem Abwehrgeschwächten sind Gehirnentzündungen, Blutgerinnungsstörungen, Geruchs- und Geschmacksstörungen, Muskelschmerzen, Fieber und Durchfälle.

Infiziert sich eine schwangere Frau mit Zytomegalie, kann dies eine Fehlgeburt zur Folge haben. Wird ein ungeborenes Kind im Mutterleib über das Blut und die Plazenta der infizierten Mutter mit Zytomegalie angesteckt, drohen zudem in 20 Prozent der Fälle Fehlbildungen und Krankheitsbilder, die zu schweren und lebenslangen Behinderungen des Kindes führen können. Mögliche Folgen einer solchen vorgeburtlichen Zytomegalie-Infektion sind unter anderem Sprachstörungen, Sehstörungen, frühkindliche Hirnschäden, Meningitis, Innenohrschwerhörigkeit, Taubheit, epileptische Anfälle, Leberentzündungen, Lungenentzündungen, Blutarmut, Gelbsucht und ein Wasserkopf. Neugeborene Kinder, die während oder nach der Geburt – etwa durch die Muttermilch oder den Speichel der infizierten Mutter – mit Zytomegalie angesteckt werden, zeigen meist keine schweren Symptome.